Archiv für den Monat: Oktober 2013

Impulskontroll- und Aufmerksamkeitsübung: Das passive “Nein”.

Beim aktiven “Nein” wird dem Hund ein bestimmtes Verhalten durch Worte oder Taten untersagt.
Im Gegensatz dazu wird beim passiven “Nein” ohne direkte Einwirkung auf den Hund eine Sache verwehrt.
Es ist also kein Schreien oder körperliche Maßregelung notwendig. Der Hund kommt mit seinem bisherigen Verhalten nicht zum Ziel. Ganz nützlich, weil man beim aktiven “Nein” immer schnell genug sein muss, damit der Hund nicht mit dem unerwünschten Verhalten zum Ziel kommt. Dadurch wird er zum Nachdenken angeregt. Sinn der Übung ist, dass beim Hund eine Umorientierung zum Menschen hin erfolgt. Zudem wird ein Streiten vermieden. Der Hund soll den Menschen bei einem Problem mit ins Boot holen und ihn sozusagen um Hilfe bitten, bzw. durch ein Anschauen fragen, ob er sein gewünschtes Verhalten auch durchführen darf. Zudem ist es eine gute Impulskontrollübung bzw. Erhöhung der Frustrationstoleranz.
Das kann bei folgenden unerwünschten Verhaltensweisen bzw. Problemen nützlich sein:
– Unrat fressen
– Schussangst
– unerlaubtes Annehmen von Futter von fremden Menschen
– unkontrolliertes Davonlaufen, zu Hunden, Menschen oder jagdlich bedingt
– Leinenaggression
– Angst vor Menschen  (und dadurch gezeigte Aggressionen oder Flucht)
u.a.
Im Folgenden werden Übungen erläutert, wie das passive “Nein” geübt werden kann.
Übung 1 – Wir wollen keine Futterdiebe
Eine Übung die ich im Grund immer und überall machen kann, insofern der Hund nicht zu sehr abgelenkt ist.
Nehmen Sie ein Stück Futter in die Hand und schließen diese. Halten Sie sie nun vor die Nase des Hundes. Er wird versuchen mit Stupsen, Lecken, Kratzen, drauf rum kauen versuchen die Hand zu öffnen, um an das Objekt der Begierde zu gelangen. Es erfolgt keinerlei Maßregelung des Hundes! Sollte ihr Hund zu heftig sein, ziehen Sie einen dicken (Garten-) Handschuh an. Beim ersten Anzeichen der Zurückhaltung öffnen Sie die Hand und geben gleichzeitig (!) die Erlaubnis zum Fressen. Das Erlaubniswort sollte ihr Hund bereits im Vorfeld kennen gelernt haben. Von mal zu mal soll sich der Hund länger zurückhalten, bevor das Futterstück freigegeben wird. Sie können nun 2 Varianten trainieren.  Nehmen Sie die, von der Sie glauben, dass Sie ihrem Hund leichter fällt.
1.) Dehnen Sie die Zeitspanne die ihr Hund warten muss immer länger aus. Ziel sollte nach ein paar Tagen sein, dass er anfängt “zu fragen”. D. h. er sucht Blickkontakt. Dieser wird unmittelbar belohnt mit dem öffnen der Hand in Verbindung mit dem Erlaubniswort.
2.) Ihr Hund hält sich bereits 2-3 Sekunden zurück. Dann können Sie die Hand öffnen, ohne das Erlaubniswort. Die meisten Hunde wollen dann das sichtbar gewordene Stück Futter sofort aufnehmen. Nun schließen Sie schnell die Hand. Sagen Sie nicht “Nein” oder ähnliches. Sie sagen garnichts! Ihr Hund wird sich nach kurzer Zeit wieder zurück nehmen. Wiederholen Sie das Öffnen und Schließen der Hand so lange, bis ihr Hund ca. 1 Sekunde wartet. BEVOR er sich nach vorne zur Hand hin bewegt, geben Sie ihm nun die Erlaubnis. Von mal zu mal dehnen Sie auch die Zeit weiter aus. Nach ein paar Tagen sollte ihr Hund auch hierbei den Blickkontakt zu ihnen suchen.
Endziel der Aufgabe ist, dass der Hund, ob das Leckerchen in der Hand liegt, auf dem Boden, auf dem Tisch, auf der Pfote etc. , ohne erinnert, geschweige denn korrigiert zu werden, von sich aus Zurückhaltung zeigt und um Erlaubnis fragt!
Anfänger Beispiel Video
Fortgeschrittenen Beispiel Video
Übung 2 – Geduldiges Warten bei der Napf-Fütterung
Für alle die ihren Hund täglich aus dem Napf füttern, kann auch ohne Hilfsperson, das passive Nein mehrmals täglich bei der normalen Fütterung trainiert werden. Voraussetzung ist, dass der Hund bereits ein Fress-Erlaubnis-Wort kennt.
Zunächst kann, bei fressgierigen Hunden, 1/3 der normalen Ration in den Napf gefüllt werden. Dieser wird nun mit einem Erlaubniswort, z. B. Nimm, Friss, Bitteschön, hingestellt. Der Hund darf den Napf leer fressen.
Danach wird der Napf hochgenommen und das 2. Drittel an Futter eingefüllt. Jetzt wird der Napf Richtung Boden geführt. In dem Moment wo der Hund seine Schnauze in den Napf stecken möchte, wird er kommentarlos wieder angehoben. Kurz danach wird er wieder Richtung Boden geführt. Dieses wird solange wiederholt, bis der Napf auf dem Boden steht, die Hand ist noch am Napf, und der Hund stürzt sich nicht direkt aufs Futter. In diesem Moment kriegt er die Erlaubnis zum Fressen. Bei jeder Wiederholung soll der Hund nun 1- 2 Sekunden länger warten. Sie können nun entweder die Zeit verlängern oder, ab ca. 3 Sekunden könnten Sie stattdessen auch anfangen die Hand vom Napf wegzunehmen. Dieses ist für die meisten Hunde das Zeichen dafür, dass das Fressen freigegeben ist. Das wollen wir aber nicht. In dem Moment wo die Hand weggenommen wird, und der Hund ohne Erlaubnis an den Napf will, wird er wieder ohne Kommentar hochgenommen (der Napf, nicht der Hund). Fangen Sie mit Zentimetern an. Wenn Sie bei einem aufgeregten Hund schaffen, nach ca. 6 Einheiten für 2 Sekunden aufrecht zu stehen, und der Hund hat solange gewartet, so dass Sie die Erlaubnis erteilen konnten, sind Sie auf einem guten Weg.
Wenn die Portionen gedrittelt werden, haben Sie über den Tag verteilt mehrere Wiederholungen (bei einem Welpen sogar 3×3). Somit lernt er innerhalb von ein paar Tagen sich beim Fressen zu gedulden.
Dehnen Sie die Zeit immer länger raus. Nach ein paar Tagen warten Sie, bis ihr Hund einen kurzen Blickkontakt zeigt, bevor er die Erlaubnis zum Fressen bekommt. Dieser Blickkontakt zu ihnen soll dann von Tag zu Tag länger anhalten.
Sie reden bei der Übung nicht mit dem Hund! Kein “Nein”, “Warte”, “Sitz” oder sonstiges. Es ist keine Bleib-Übungen, sondern eine passive Nein-Übung. Der Hund soll von sich aus darauf kommen, zu warten. Wenn er so trainiert wird, dass er immer nur Dinge tut oder lässt, wenn Sie sie ihm vorsagen, wird er nicht lernen mitzudenken, und unerwünschte Dinge auch weiterhin tun, solange er schneller ist als Sie mit “Nein” oder “Pfui”- sagen.
Achtung: Bei Futteraggressiven Hunden nicht ohne Absprache mit einem kompetenten Hundetrainer machen!!
Diese Übung sollte nicht mit Hunden gemacht werden, die Scheu vor dem Napf zeigen oder mekelige Fresser sind!
Übung 3 – Nichts von Fremden nehmen
Eine Hilfsperson nimmt ein Leckerchen in die Hand und lässt den Hund an der geschlossenen Hand riechen. Die meisten Hunde fangen jetzt an, an der Hand zu stupsen, sie abzulecken, dran zu kratzen oder zu knabbern. Dieses Verhalten wird ignoriert. Sollte der Hund so heftig werden, dass es für den Helfer zu unangenehm wird, kann der Hund durch eine Leine begrenzt werden, dann kann sich der Helfer bei Bedarf so weit entfernen, dass der Hund nicht mehr an ihn ran kommt. Er kehrt zurück, sobald der Hund ruhigeres Verhalten zeigt. Der Besitzer hat vor dem Start der Übung ein paar Leckerchen schnell greifbar, z. B. in einer Futtertasche für den Gürtel, verstaut. Sobald sich der Hund seinem Besitzer zuwendet, wird er mit einem Stück Futter belohnt. Um den vielleicht anfangs sehr kurzen Augenblick im richtigem Moment zu erwischen, kann mit einem Markerwort (“Prima”) oder dem Clicker gearbeitet werden. Und erst danach geht die Hand zu der Belohnung. Der Hund soll nämlich nicht die ganze Zeit auf die Hand des Besitzers starren, weil er dort ein Leckerchen wittert.
Falls der Hund über einen längeren Zeitraum nicht auf die Idee kommt, Kontakt zu seinem Besitzer aufzunehmen, kann zunächst der Moment, in dem der Hund von dem Helfer ablässt, belohnt werden. Nach ein paar Wiederholungen wird wieder abgewartet, ob er sich jetzt dem Besitzer zuwendet. Diese Methode wird Shaping genannt. Sie wird häufig beim Clickern angewandt. Sie formt das Verhalten bis zum Endziel wie man es bei einem Daumenkino sieht.
Sollte der Hund in ein Dauerkläffen übergehen, kann die Übung bei Bedarf komplett abgebrochen werden. Der Helfer verschwindet einfach mit dem Leckerchen aus dem Blickfeld des Hundes. Zu einem späteren Zeitpunkt wird die Übung neu gestartet.
Die Aufgabe kann nach einer sicheren Umorientierung gesteigert werden. Nun wird die Hand des Helfers geöffnet, so dass das Leckerchen zu sehen ist. Sollte der Hund danach greifen, wird die Hand wieder geschlossen. Das Spiel wird ansonsten wie oben beschrieben durchgeführt.
Eine Erweiterung der Übung kann das Kommando “Nimm” beinhalten.
Das heisst, der Hund darf das Leckerchen aus der Hand des Helfers nehmen, nachdem er es ignoriert hat und den Blickkontakt zum Besitzer über einen längeren Zeitraum gehalten hat.
Um ein sicheres passives “Nein” aufzubauen, ist es nötig, dass die Übung mit verschiedenen Helfern durchgeführt wird, an unterschiedlichen Orten und unterschiedlichen Zeiten. Dadurch erzielt man eine Generalisierung (Verallgemeinerung), und die Wahrscheinlichkeit steigt, dass das Verhalten im normalen Alltag angeboten wird. Richtig gefestigt wird es dadurch, dass das Objekte der Begierde so verpacke ist, dass der Hund trotz Anstrengungen nicht dran kommt. Die Verpackung wird zur Steigerung immer geringer. Vorsichtshalber sollte dann aber zunächst der Hund durch eine Leine gesichert sein. Wenn also das erste Mal die blanke Fleischwurst auf dem Spazierweg liegt, muss verhindert werden können, dass er sie sich doch schnappt. Ansonsten wird er die nächsten Male wieder versuchen dran zu kommen. Bedenke: Anscheinend war die Übung schon zu schwer gestalten. Also lieber einen Gang zurück schalten.
Um so schwieriger die Übung wird, desto besser sollte die Belohnung sein, die er für’s Ignorieren bekommt.
Grundsätzlich kann ich ein Anschauen immer passiv einfordern, bevor der Hund einen Wunsch erfüllt bekommt. Ob vor dem Ableinen bzw. nach dem Ableinen bevor er die Erlaubnis zum Gehen erhält, dem Fressen aus dem Napf, dem Hinterherlaufen von Gegenständen (z. B. Ball), der Begegnung mit Menschen oder Hunden usw. Endlich mal kein Buhlen mehr um Aufmerksamkeit.
Meine Hündin zeigte das passive “Nein” mal auf einem Spaziergang bei einem Haufen Pferdeäpfel. Sie war im Freilauf und irgendwann fiel mir auf, dass sie nicht mehr in meiner Nähe war. Beim Umschauen sah ich sie 100m hinter mir, vor dem lecker duftenden Haufen. Sie starrte ihn an und wollte doch so gerne einen Happen nehmen. Sie hielt sich aber stattdessen zurück und freute sich irre, als ich zu ihr ging und sie eine dicke Belohnung von mir bekam. Was für eine Selbstbeherrschung!

Herbstgrasmilben

Jedes Jahr kurz nach dem Sommer ist sie wieder soweit, die Zeit der Herbstgrasmilbe.
Wie auch andere Milben handelt es sich um parasitär lebende Spinnentiere, die sich gerne auch bei unseren Haushunden einnisten.
Vorzugsweise leben sie in Gärten oder Wiesen. Schwierig somit ihnen auszuweichen, wenn nun mal der eigene Hund am liebsten dort herumtollt. Dort warten sie auf einen Wirt, wie z. B. unsere Hunde. Sind sie erst übergesprungen, bohren bzw. schneiden sie sich mit ihren Mundwerkzeugen in die Haut und sondern ein Speichelsekret ab, das untere Hautschichten löst. Bevorzugte Stellen sind die Pfoten. Bei hellen Hunden erkennt man einen Befall sehr gut an den orange verfärbten Haaren an den befallenen Stellen. Die Herbstgrasmilben sorgen für einen starken Juckreiz. Falls ihr Hund sich also mal wieder verstärkt an den Pfoten oder unterm Bauch beknabbert, Sie nachts stundenlang mit Kratzorgien wach hält, könnten diese kleinen Biester Schuld daran sein.
Man erkennt sie außerdem daran, wenn man seinen Hund zum Kämmen auf ein weißes Handtuch/Papier stellt. Bilden sich orangene Pünktchen, sind es Herbstgrasmilben.
Was tun?
Zunächst können vorbeugende Maßnahmen ergriffen werden.
Vermeiden Sie bekannte verseuchte Gebiete zur Hauptsaison.
Regelmäßiges Rasenmähen.
Bestimmte Antiparasitika halten die Spinnentiere fern. (Tierarzt befragen)
Kokosöl soll auch, wie bei Zecken, gegen einen Befall helfen.

Ist Ihr Tier erstmal befallen, müssen die Plagegeister bekämpft werden, und ggfs. etwas gegen den Juckreiz und die Hautveränderungen unternommen werden. Hier ein paar Tipps:

-Spot-On-Präparate / Antimilbenhalsbänder / Sprays
-Nester entfernen
-Pfoten in Kernseife baden / mit Seifenlauge abtupfen
-betroffenen Stellen mit 70%igem Alkohol abtupfen (Apotheke)
-Zinksalbe
-Entzündungshemmende Mittel/Salben verabreichen
-in schlimmen Fällen: ab zum Tierarzt

Auf dass wir den goldenen Oktober genießen können!

Rezept: Leberwurstkugeln

Leberwurstkugeln:

100g grobe Haferflocken
100g feine Haferflocken
150g Hüttenkäse
100g Leberwurst
6 EL Öl (Distel, Lein, Fisch o.a.)
1 Ei

Alle Zutaten zu einem Teig verrühren. Nach Bedarf noch etwas Wasser oder Mehl zufügen.
Kleine Kugeln formen.
Diese auf ein Blech setzen und leicht andrücken.
In den kalten Backofen stellen und bei 180°C (Umluft) backen.
Kühl und trocken gelagert bis zu 3 Wochen haltbar, falls nicht vorher aufgegessen.

Impfen mit Verstand

Zwischen Impf-Fanatikern und Impf-Muffeln gibt es vielfach verbreitete Meinungen, wie ein Hund optimalerweise gesundheitlich geschützt werden kann und sollte.
Da erst durch die “Erfindung” von Impfungen viele Hunde vor schlimmen und sogar tödlichen Krankheiten bewahrt werden konnten, kann wohl kaum bestritten werden. Dass dadurch aber auch der ein oder andere Euro mehr in der Tierphamakasse landet, lässt natürlich die Empfehlungen für häufige Wiederholungsimpfungen in die Höhe schnellen. Ob dieses so immer nötig und im Sinne des Tieres ist, sollte hinterfragt werden. Einen Hund nie zu impfen halte ich persönlich für stark fahrlässig. Hört und sieht man doch häufig genug von z. B. Vermehrerhunden, von denen immer wieder Welpen an Parvovirose sterben. Warum auch 1000€ für einen süßen Welpen bezahlen, wenn man ihn auch für 500€ kriegt? Auch wenn das Leid des Hundes (und deren Nachfolger) dadurch steigt, und das Portomonai des Halters über die ursprünglich geplante Summe hinaus schrumpft. Durch eine altersgerechte Impfung könnten diese Erkrankungen verhindert werden. Welpen von Züchtern die erst nach einer Wurfabnahme durch den zugelassenen Tierarzt abgegeben werden dürfen, müssen dagegen alle geimpft sein. Bei einem Alter von 8-10 Wochen heisst das auf jeden Fall gegen die wichtigsten Krankheiten wie Staupe, Hepatitis, Parvovirose. Die Tollwut Impfung darf und soll erst mit 3 Monaten erfolgen. Die s.g. Grundimmunisierung ist erst nach erfolgter Wiederholungsimpfung abgeschlossen. Je nach Hersteller muss nach der Grundimmunisierung erst wieder nach 3, statt wie häufig praktiziert nach 1 Jahr nachgeimpft werden, um einen adäquaten Schutz aufrecht zu erhalten. Es wird aber immer wieder von Studien aus Amerika berichtet (leider entnehme ich diese Aussage “nur” aus Veröffentlichungen von Tierärzten, woher diese die Informationen genau haben, wird leider nicht erwähnt), dass ein Impfschutz häufig sogar über 10 Jahre halten soll.
Ob die Tollwut Impfung in Deutschland noch nötig ist, könnte hinterfragt werden, denn diese Krankheit ist seit Jahren nicht mehr aufgetreten. Dieser Erfolg ist aber mit Sicherheit nur der weit verbreiteten Tollwutimpfung zuzuschreiben. Da diese Krankheit als unheilbar gilt, tödlich verläuft und auf Menschen übertragbar ist können wir nur froh sein, dass hierfür ein Impfstoff gefunden werden konnte. Damit es in Deutschland auch so bleibt, sollte über die unkontrollierte Masseneinfuhr von Hunden aus dem Ausland nachgedacht werden. Ansonsten könnten wir uns wahrscheinlich die Tollwutimpfung von Hunden aus Deutschland, die dieses Land auch nicht verlassen werden, und auch an kein Land mit Tollwut grenzen, sparen.
Warum aber überhaupt darum streiten? Wenn es dem Tier doch nur nutzen kann und nicht schadet, sollte man doch lieber häufiger impfen. Aber ist das so? Es werden immer wieder kritische Stimmen laut, die behaupten, dass zu häufiges oder zu frühes Impfen zu nicht unerheblichen Impfreaktionen führen können oder sogar für andere Krankheiten wie Allergien oder Autoimmunerkrankungen verantwortlich sein sollen. Wenn man liest, dass neben den nötigen Bestandteilen einer Impfung, als Trägerstoff auch beispielsweise Quecksilber verwendet wird, wundert einen das nicht. Ob auch ein erhöhtes Krebsrisiko dafür verantwortlich gemacht werden kann, wird von Kritikern behauptet, aber tatsächlich nachgewiesen wurde es bisher nicht. Entweder weil es nicht vorkommt oder weil es noch nicht erforscht wurde. Naja, wer sollte es auch erforschen wollen? Die Pharmaindustrie, die die Impfstoffe verkauft, sicher nicht. Sollte dazu aber eine unabhängige Studie existieren, lasse ich mich gerne belehren. Wie gesagt, es geht hier nicht darum unsere Tiere nicht mehr zu impfen, sondern möglichst so, dass es ihnen mehr nützt als schadet.
Über Leptospirose, Zwingerhusten (Parainfluenze + Bordatella) sowie Borreliose lässt sich sicher noch mehr debattieren, da zum einen die Impfreaktionen nicht zu unterschätzen sind, und zum anderen die Wirksamkeit in Frage gestellt werden muss.
Aktuelle Empfehlungen werden aber z. B. vom BpT (Bundesverband praktizierender Tierärzte) und von manchen Universitäten ausgesprochen.
Wer sich ganz sicher sein will, dass sein Hund ausreichend geschützt ist, kann dieses im Grunde aber nur durch eine geeignete Titer-Bestimmung. Diese ist sogar bei Einreise in bestimmte Länder Pflicht. Denn die Verlassen sich nicht darauf, dass ein Hund regelmäßig geimpft wurde, sondern wollen wissen, ob diese auch funktioniert hat, und der Hund ausreichend Antikörper aufgebaut hat. Sehr weise!
Bevor jetzt aber alle in den Impfstreik treten, denn das ist definitiv nicht der Sinn der Sache, erkundigen Sie sich z. B. durch geeignete Lektüre und sprechen Sie mit Ihrem Tierarzt des Vertrauens, welche Wirkdauer der Hersteller “seines” Impfstoffes deklariert, und ob es einen guten Grund gibt, diese zu unterschreiten. Denn jeder Hund wird anders gehalten oder hat eine andere Gesundheit, und daher sollte nie pauschalisiert werden, sondern immer für den Einzelfall entschieden werden!
Und wenn man sich für mehrjährige Impfungen entscheidet, sollte man diese im Wechsel stattfinden lassen, damit der Hund möglichst 1x jährlich vom Tierarzt routinemäßig durchgecheckt wird.
Hier ein paar Empfehlungen zum Nachlesen:

http://www.heiltierarzt.de/hunde-impfen/neue-impfpraxis-hundewelpen-schutzimpfungen.htm
http://www.von-der-wartburgstadt.com/wow/index.php?option=com_content&view=article&id=52&Itemid=21
Hunde würden länger Leben von Dr. Med. Vet. Jutta Ziegler
Hunde impfen mit Verstand von Monika Peichl

Somit wünsche ich allen: Bleibt gesund!

Hundezentrum MG
Daniela Schramm